- V. storri


Varanus acanthurus / Stachelschwanzwaran

gelbe FormVaranus acanthurus gehört zur Untergattung Odatria. Sicherlich die Art Warane die am meisten in Gefangenschaft gehalten wird. Es handelt sich um australische Trockenbewohner und so sollte das Terrarium auch gestaltet werden. Mit 60cm GL sicher kein Riese. Trotzdem sollte ihm wegen seines Bewegungsdrangs kein zu kleines Terrarium geboten werden.

Haltung:
Als Bodenbewohner ist die Terrarienhöhe nicht ganz so hoch bemessen, wie es bei Baumbewohnern der Fall ist. Das Terrarium sollte min. 180x80x70cm haben, größer ist immer besser :o)
Als Dekoration haben sich trockenes Astwerk und Steinaufbauten aus Steinplatten bewährt. Vorsicht, die Aufbauten so bauen das sie nicht zusammenfallen und untergraben werden können.
Als Bodengrund verwendet man am besten roten Terrariensand der nach dem einbringen hart wird. Die Warane können hier ihren Trieb zu graben voll ausleben. In dem harten Sand werden die Tiere richtige Höhlensysteme anlegen.
Als Trockenbewohner sind hohe Temperaturen notwendig. Tagsüber kann diese ruhig 35-45°C betragen. Punktuell auf den Sonnenplätzen bis über 50°C. Nachts macht eine größere Absenkung keine Probleme. 18°C sollte hier aber während der Sommerzeit nicht unterschritten werden. Stachelschwanzwarane benötigen eine Winterruhe. Diese macht man zu unserer Winterzeit. Dazu wird die Temperatur schrittweise nach unten gebracht und die Beleuchtungszeit verkürzt. Irgendwann werden sich dann die Warane in ihre Verstecke zurückziehen. Ab da kann das Licht komplett ausgelassen werden. Nach ca.4 Wochen kann man dann beginnen die Beleuchtung wieder anzuschalten und langsam zu verlängern, bis man wieder die alten Werte und Temperaturen erreicht hat. Oft beginnen die Tiere nach dieser Winterruhe mit der Paarung.

Fütterung:
Wie bei allen Zwergwaranen sind Insekten die Hauptnahrung von V.acanthurus. Hier können Heuschrecken, Schaben, alle Arten von Grillen angeboten werden. Manche Tiere mögen auch Zophobas, diese sollten aber nur als Leckerbissen und selten gegeben werden. Nagerbabys und Fisch werden auch sehr gern angenommen. Da V.acanthurus sehr leicht zur Verfettung neigt, sollten Nager auch nur eine Abwechslung sein.

Zucht:
rote FormNach der oben beschriebenen Winterruhe, beginnen die Paarungsaktivitäten. Dabei wird das Weibchen vom Männchen heftig züngelnd verfolgt. Dies kann sich einige Tage hinziehen bis es zur wirklichen Paarung kommt. Auch diese wird in den folgenden Tagen öfter wiederholt.
Nach erfolgreicher Kopulation beginnt das Weibchen nach ca. 5 Wochen zu graben. Ab da sollte das Männchen abgetrennt werden um Stress zu vermeiden. Weibliche Ackis sind in dieser Zeit auch meist sehr aggressiv. Also dient die Trennung beider Geschlechter zur Sicherheit :o)
Nach ca. 6 Wochen wird dann das Gelege (in einem extra aufgestellten Ablagekasten) abgelegt. Das Gelege sollte dann in feuchtem Vermeculite bei 28-30°C ca. 110-130 Tage inkubiert werden.

Schlusswort zu den Arten/Unterarten:
Wir möchten hier nicht auf die wissenschaftlich geschriebenen Unterarten von V.acanthurus eingehen. Im terraristischen Sinne unterscheidet man 2 Arten. Die gelbe Form und die rote Form (red ackis). Es wird oft in den Verkaufsanzeigen mit rötlichen Tieren geworben. Meist handelt es sich hier um Tiere die irgendwann mal gekreuzt wurden. Hat man die Gelegenheit orginal reine red ackis zubekommen, sollte eine Mischung vermieden werden!








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