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Varanus macraei / Blauer Baumwaran
Allgemeines: Der blaue Baumwaran ist ein naher Verwandter von Varanus prasinus und gehört somit auch zur Untergattung Euprepiosaurus. Aussehen: Schon wegen seiner schwarzen Grundfärbung ist Varanus macraei sehr leicht von den anderen Vertretern der Prasinus-Gruppe zu unterscheiden. Der Körper dieses Warans ist von blauen Ringen (Ozellen) überzogen, die sich am Rücken zu Querbändern verlaufen und im Nacken eine Art Karomuster bilden. Der Kopf wirkt blau gefärbt wobei die Schnauzenspitze weiß gefärbt ist. Der blaue Baumwaran wird etwa 110cm lang, wobei wir ein großes kräftiges Männchen besitzen, welches ein gutes Stück über diesem „Richtwert“ liegt. Wie es sich für einen Baumwaran gehört ist Varanus macraei mit einem sehr langen Greifschwanz gesegnet der in etwa zwei Drittel wenn nicht sogar etwas mehr des Gesamtenkörpers in Anspruch nimmt. Aufgrund seiner nahen Verwandtschaft zu Varanus prasinus und seinem schönen äußeren hat sich ein neuer Begriff in die Welt der Terrarianer eingeschlichen, den oftmals wird vom „blauen Smaragdwaran“ gesprochen. Herkunft: Vom blauen Baumwaran ist bisher nur die Herkunft auf einer der Vogelkop Halbinsel vor Irian Jaya gelagerten Insel Namens Batana nachgewiesen. Er bewohnt dort wohl die Feucht- bis Trockenwälder was aber bisher nur Vermutungen sind und noch durch feldherpetologische Studien bewiesen und untersucht werden muss.
Haltung: Unser männlicher Varanus macraei bewohnt bei uns ein Terrarium mit den Maßen 1*1*2m (L*B*H). Die Rück- und Seitenwände sind komplett mit Presskorkplatten eingekleidet was die Bewegungsfläche deutlich erhöht. Dieses Übergangsterrarium wird durch ein größeres ersetzt sobald sich das Weibchen als gesund herausgestellt hat und es mit dem Männchen zusammen gesetzt werden kann.
Tip: Achten Sie bei der Auswahl von Pflanzen bitte darauf, dass diese nicht giftig sein sollten, da die als Futter gereichten Heuschrecken o.ä. diese zu sich nehmen und somit den Waran mit dem Gift infizieren! Das weibliche Gegenstück unseres blauen Smaragdwarans hat momentan ihr eigenes Terrarium, da sie eine Neuanschaffung war. Ihr Terrarium ist 0,8*0,8*1m groß und ist nur mit dem notwendigsten ausgestattet, wie es sich für ein Quarantäneterrarium gehört. Es beinhaltet ein Trinkgefäß, einen Kletterast, sowie eine Korkröhre, die als Versteck dient. Als Bodengrund ist Zeitungspapier verwendet worden. Beide Becken werden zweimal täglich manuell mit lauwarmen Wasser überbraust, um die erforderliche Luftfeuchtigkeit zu erreichen. Des weiteren ist eine zweidüsige Beregnungsanlage in das Terrarium integriert. Tipp: Um lauwarmes Wasser zu versprühen, müssen Sie relativ heißes Wasser in den Sprühkanister geben! Das Endbecken unseres Pärchens ist mit 2*2*3m geplant worden. Wenn wir noch ein weibliches Tier bekommen, wird es je 1m breiter und länger.
Unsere blauen Schönheiten werden mit Heuschrecken, die zuvor mit Vitaminen und Mineralien eingestäubt wurden, gefüttert. Zwischen durch bieten wir Schaben, sowie Mäuse- und Rattenbabys an. Zucht: Über die Zucht dieser Tiere können wir noch nichts berichten. Verhalten: Die blauen Smaragdwarane sind beide recht scheu, wobei das männliche Tier mittlerweile des Öfteren außerhalb seines Verstecks anzutreffen ist. Er bleibt manchmal sogar schon sitzen, wenn wir am und im Terrarium arbeiten. Das Weibchen ist noch sehr hektisch, was nicht zu letzt daran liegt, dass es ein noch nicht eingewöhnter Wildfang ist. Tipp: Wenn Sie noch keine Erfahrungen mit Waranen haben, ist es empfehlenswert auf den Kauf von Wildfängen zu verzichten, da diese oftmals sehr pflege intensiv sind und Krankheiten aufweisen können, die den Anfänger auf eine harte Probe stellen können. Fazit: Der blaue Baumwaran ist ein sehr schöner Terrarienpflegling, der dem Besitzer viel Freude bereiten kann. Leider wird dieser Waran sehr selten bis gar nicht nachgezogen, was zur Folge hat, dass die wenigen zu habenen Exemplare Wildfänge sind, die für den Anfänger alles andere als geeignet sind. Wer es sich allerdings zutraut, sich ein solches Tier anzuschaffen und es mühselig aufzuziehen, und das nötige Kleingeld hat, wird mit einem wunderbaren Pflegling belohnt |
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